Patrick Hewer

Das „D“ in der magischen
K-S-E-D-U Formel
bedeutet:

DISZIPLIN

Disziplin ist kinderleicht!

Das „D“ in der magischen
K-S-E-D-U Formel
bedeutet:

DISZIPLIN
Disziplin ist kinderleicht

DISZIPLIN

Wenn ich das D in der magischen KSEDU Formel zur Erreichung Deiner persönlichen Freiheit anspreche, rümpfen viele sofort die Nase: DISZIPLIN
Das Wort Disziplin ist bei vielen Menschen negativ besetzt und so war das auch bei mir lange Zeit. Warum ist das so? Weil wir oft nur die eine Seite der Münze betrachten, doch wie alles im Leben, hat jede Münze zwei Seiten. Welche sind das bei der Disziplin?

1. Fremddisziplin: Diese wird oft mit den Begriffen, Zucht, Gehorsam und Ordnung in Zusammenhang gebracht und klingt nicht sonderlich verlockend Fremddisziplin bedeutet, dass jemand anders die Regeln aufstellt und darauf achtet, dass du sie befolgst. Im Job ist das zum Beispiel dein Chef, der von dir erwartet, dass du deine Aufgaben fristgerecht erledigst. Nicht jeder mag es, von anderen angetrieben oder kontrolliert zu werden, weil es sich anfühlt, als würde jemand anders über dein Leben bestimmen. Auch die persönliche Freiheit und der Wunsch nach Selbstbestimmung, für viele Menschen ein sehr wichtiger Wert, wird dadurch beeinträchtigt.

2. Selbstdisziplin: ist die Fähigkeit, den eigenen Willen zu kontrollieren und auf seine selbstgesteckten Ziele auszurichten. Selbstdisziplin bedeutet, der eigene Chef in seinem Leben zu sein, deine eigenen Erfolge zu planen und Verantwortung für Dein Handeln zu übernehmen. Das kann bedeuten, dass DU dich entscheidest, gesünder zu essen, mehr Sport zu treiben oder an deinen persönlichen Projekten zu arbeiten, auch wenn Du gerade keine Lust darauf hast und niemand anders dich dazu drängt, es Dich aber Deinem Ziel näher bringt. Selbstdisziplin ist Selbstliebe, denn Du definierst, für was Du Dich bewusst einschränkst und worauf Du bewusst verzichtest um ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen.

Stell dir einfach vor, Disziplin ist wie ein innerer Trainer, der dir hilft, deine Ziele zu erreichen, auch wenn es manchmal schwierig scheint. Es gibt zwei Arten von Trainern: Einen, den jemand anders für dich aussucht =Fremddisziplin, und einen, den du selbst wählst =Selbstdisziplin. Und genau diese Selbstdisziplin, der selbstgewählte innere Trainer, ist mit dem „D“ in der KSEDU Formel gemeint.

Selbstdisziplin = Selbst-Beherrschung

Zerlegen wir das Wort Selbstbeherrschung in Selbst und Beherrschung, stellt sich automatisch die Frage, wer beherrscht Dich? Beherrschst Du Dich selbst? Beherrschst Du Deine Gedanken und Launen? Oder wirst Du von Deinen Launen und Stimmungen beherrscht? Oder sogar von aussen? Wer über Dich herrscht, hat die Kontrolle über Dich. Wem gibst Du das Steuer über Dein Leben in die Hand? Deinen Launen, Deiner Tagesstimmung, einem Vorgesetzten? Oder hast Du ein klares Ziel, kennst Deine Richtung und richtest Dein Tun und Handeln daran aus, auch wenn Dir mal nicht danach ist und Du keine Lust hast? Entscheidet Deine Laune, ob Du an Deinem Ziel arbeitest oder entscheidest DU darüber? Bist Du bereit, ganz bewusst auf etwas zu verzichten, was Dir vielleicht gerade mehr Spass machen aber Dich Deinem Ziel nicht näher bringend würde?Das ist Selbstdisziplin.

FOCUS - Das Erfolgsgeheimnis der Milliardäre

Im englischen ist die Bedeutung für „discipline“ mit stay on task (an einer Aufgabe dranbleiben) und mit stay focused (konzentriert bleiben) beschrieben. Der Legende nach soll einmal der Vater von Bill Gates die beiden Multimilliardäre Warren Buffet und seinen Sohn Bill Gates bei einem Abendessen gefragt haben, was die wichtigste Eigenschaft für ihren Erfolg gewesen sei. Er bat beide diese Eigenschaft verdeckt auf einen Zettel zu schreiben, damit sie sich gegenseitig nicht durch ihre Antwort beeinflussen. Als er beide Zettel verglich, stand auf beiden Zettel exakt das gleiche Erfolgsgeheimnis: FOCUS.

Focus bedeutet sich nicht ablenken zu lassen, konzentriert an einer Sache dranzubleiben. Und vor allem „NEIN“ zu den 1000 anderen Möglichkeiten zu sagen, die sich immer wieder bieten. Und dafür bedarf es Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin, denn Ablenkungen und Verlockungen lauern überall auf uns. Was ist Dir wichtiger? Dein Ziel oder die verlockende Ablenkung?

Vorsicht vor „shiny new objects“

Hast Du mal ein kleines Kind beobachtet? Dessen Aufmerksamkeit geht immer auf das, was gerade schön glitzert und funkelt. Auf die sogenannten „shiny objects“. Sobald ein kleines Kind das shiny object in der Hand hält und ein anderes glitzerndes Objekt sieht, lässt es dieses fallen und wendet sich dem NEW shiny object zu. Genauso machen es viele Menschen auch als erwachsene. Sie fangen mit einer Sache an und plötzlich kommt jemand mit einem „shiny object“ daher, welches Dir irgendwelche Abkürzungen zu Deinem Ziel oder irgendwelche anderen funkelnden und tollen Sachen verspricht. Und plötzlich lassen viele Menschen alles bisherige fallen und wenden sich dem nächsten „shiny new object“ zu. Solange bis das nächste funkelnde Objekt erscheint und das Spiel beginnt von vorne. Exakt dies ist das Gegenteil von Fokus. Nochmal: Fokus bedeutet NEIN zu sagen zu 1000 tollen Möglichkeiten und Gelegenheiten die so wunderbar verlockend funkeln. Entscheide Dich und bleibe diszipliniert an Deiner Sache dran. Stay focused.

Wie Du Disziplin lernen kannst

Disziplin ist eine Gewohnheit und Gewohnheiten kann man lernen. Gewohnheiten kannst Du Dir an- oder auch wieder abtrainieren.
Im Winter, wenn es mir persönlich zu kalt zum draussen Joggen ist, nutze ich „gerne“ mein Hometrainer-Fahrrad um der vielen Lebkuchen und Dominosteine, bei denen es mir oft an Disziplin mangelt, etwas entgegen zu setzen. Richtig gut fühle ich mich, wenn ich 3 mal pro Woche für eine Stunde trainiere. Aber eine Stunde ist gerade am Anfang eine grosse Herausforderung für mich. Das Anfangen kostet mich dann sehr viel Überwindung, da ich den mühsamen und anstrengenden Berg von 60 Minuten vor mir sehe. Und tatsächlich habe ich es dann eher sein lassen, weil ich keinen Bock auf 60 Minuten hatte. Also nahm ich mir am Anfang nur das Ziel, 30 Minuten zu fahren. Das kostet mich zwar auch Überwindung aber 30 Minuten konnte ich mir deutlich leichter vorstellen zu „überleben“.

Und kommt wieder die Kraft der Verniedlichung ins Spiel: Genauso wie wir uns ungesunde Dinge schönreden (Schnäppchen, Weibchen, Bierchen, Zigaretten), können wir uns auch gesunde Dinge, die jedoch etwas Anstrengung erfordern schönreden: Ach so ein halbes Stündchen. Das geht schnell rum. 30 Minütchen. 10 Kilometerchen? Das hört sich doch gleich viel weicher und sanfter an als eine halbe Stunde, oder? Mache Dir den Anfang so leicht wie möglich.

Und ganz wichtig: Ich frage nicht jedes mal, ob ich Lust habe, sofern ich mache es einfach. Ich bin disziplinert und bin Herr über meine Launen, die jetzt keine Lust haben (sieh hierzu weiter unten die 5 Sekunden Regel)

Die Magie der kleinen Schritte:

Und nun steigerte ich mein Training von Woche zu Woche um NUR 5 Minuten. Ob 30 oder 35 ist auch schon egal. Und siehe da, mit kleinen Schritten habe ich mich nach knapp 6 Wochen von einem halben Stündchen auf 1 Stunde hochgeradelt. Und nach 6 Wochen ist es schon zu einer guten Gewohnheit geworden, Montag, Mittwoch und Freitags auf meinen Hometrainer zu steigen.

Und nach spätestens 2-3 Monaten denke ich nicht mal mehr darüber nach, denn es ist so selbstverständlich wie der morgendliche Kaffee oder das Zähneputzen geworden. Ich weiss, dass es mir gut tut und ich habe mir noch ein paar weitere „Tricks“ einfallen lassen um diszipliniert zu bleiben:

Belohne Dich:

Im Winter, wenn die Zeit für Indoor-Hometrainer ist, habe ich mich zum Beispiel selbst verpflichtet, nur dann privat bei Instagram, Facebook und TikTok herumsurfen, wenn ich auf dem Hometrainer sitze. Sonst nicht. Auch hier ist Disziplin gefragt, es sonst tatsächlich nicht zu tun. Ausserdem habe ich ein spezielles Email-Postfach in welches zahlreiche interessante Newsletter kommen. Auch diese darf ich nur lesen, wenn ich auf dem Hometrainer sitze, sonst nicht. Und es sind wirklich gute Newsletter dabei, die ich sehr gerne lese. Ich verbinde also die anstrengende Aufgabe 1. mit etwas, worauf ich mich freue und 2. nehme ich danach bewusst wahr, wie gut mir und meinem Körper diese Stunde Sport getan hat. Mein Focus geht nun auf das was ich toll finde und auf das tolle Feeling danach und so fällt Disziplin immer leichter.

Die Magie der kleinen Schritte (Teil 2):

Nimm einmal an, Du möchtest ab sofort jeden Morgen eine Stunde früher aufstehen, um an Deinem neuen Business zuarbeiten, oder zu meditieren, oder aufbauende Literatur zu lesen um besser in den Tag zu starten oder um Sport zu machen, oder, oder, oder… Möglicherweise ist die Motivation am Anfang sehr hoch, weil Du es mit einem Ziel verbindest und Du wirst es ein paar mal schaffen. Aber sehr wahrscheinlich war der Sprung von 1 Stunde zu gross und zu schnell und Du fällst wahrscheinlich bereits nach kurzer Zeit wieder in die alten Gewohnheiten zurück.
Nutze die Macht der kleinen Schritte, die es Dir leichter machen, diszipliniert zu sein. Wenn Du jede Woche den Wecker nur 5 Minute früher stellst, wirst Du das kaum merken und es wird Dir relativ leicht fallen. Und nach 12 Wochen, steht der Wecker bereits 1 Stunde früher als vorher. Gleichzeitig tust Du das nun seit 90 Tagen, also bereits deutlich länger als 66 Tage die benötigt werden um eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du plötzlich wieder in die alte Gewohnheit zurückfällst deutlich geringer und es wird Dir leicht fallen, diszipliniert eine Stunde früher aufzustehen.
Studien haben ergeben, dass wir 21 Tage benötigen um eine Gewohnheit aufzubauen, aber es 66 Tage dauert, bis wir aufhören diese Gewohnheit zu hinterfragen, weil sie erst dann von und ganz in unseren Tagesablauf integriert ist. Also: 66 Tage sind etwas mehr als 2 Monate. Solange benötigst Du recht viel Disziplin, viel Willenskraft bei einer neuen Aufgabe. Nach 21 Tagen wird es zwar deutlich leichter, aber erst nach 66 Tagen hast Du es in Dein System soweit integriert, dass Dir etwas fehlt, wenn Du es nicht tust. Und dies gilt für alles was Du verändern möchtest: Regelmässig Sport machen, regelmässig aufbauende Literatur lesen, regelmässig an Deinem neuen Business zu arbeiten. Entscheidend ist nicht, es unendlich lange zu tun, sondern lieber regelmässig in kleineren Einheiten.
Wenn Du 1000 Vokabeln einer neuen Sprache lernen möchtest, hört sich das im ersten Moment vielleicht viel an, aber wenn Du jede Tag 3 Vokabeln lernst, kannst Du nach nur einem Jahr über 1000 Wörter in der neuen Sprache. Ist es schwer, jeden Tag 3 neue Wörter zu lernen? Teste es! Oft überschätzen wir völlig, was in 4 Wochen erreichbar ist. Gleichzeitig unterschätzen wir aber auch sehr oft, was mit DISZIPLIN und der Magie der kleinen Schritte auf ein Jahr erreicht werden kann.
Fange ganz bewusst mit etwas kleinem an, dass Dir leicht fällt und je mehr Du es tatsächlich durchziehst, je öfter Du Dir beweist, dass Du dran bleibst, dass Du Disziplin hast, dass Du tust, was Du Dir versprochen hast, desto leichter werden Dir nach und nach auch grössere Herausforderungen fallen. Du trainierst Dir selbst das Wissen und den Glauben an Dich selbst an, dass Du in der Lage bist diszipliniert zu sein, etwas durchzuziehen und erfolgreich neue Gewohnheiten aufzubauen.
Nutze die Kraft der kleinen Schritte, denn wie willst Du Disziplin bei grossen Dingen an den Tag legen, wenn Du es nicht einmal im kleinen schaffst. Also fange bei den kleinen Dingen an.
Genau um dieses Thema, der täglichen, kleinen Schritte geht es in der sensationellen Rede, die Admiral William McRaven im Jahr 2014 an die Studenten der Universität von Texas richtete:

5 Sekunden Regel für mehr Disziplin

Von der wunderbaren Mel Robbins, einer sehr erfolgreichen amerikanischen Autorin und Unternehmerin habe ich die Technik 5,4,3,2,1 und GO!
Wenn Du ganz gemütlich auf Deinem kuscheligen Sofa sitzt und daran denkst, jetzt auf den Hometrainer zu steigen und mehr als 5 Sekunden wartest, bis Du die verbindliche Entscheidung triffst es JETZT zu tun, sinkt die Wahrscheinlichkeit es tatsächlich zu tun mit jeder folgenden Sekunde.

5,4,3,2,1 und GO! Steh auf, denke nicht darüber nach, ob Du Lust hast, oder ob es vielleicht unbequem werden könnte. 5,4,3,2,1 und Go!

Wenn Du gerade gemütlich durch Deine sozialen Media Kanäle zappst und daran denkst, dass Du doch täglich 30 Minuten etwas motivierendes, lehrreiches und aufbauendes lesen möchtest:
5,4,3,2,1 und Go! Lege Dein Smartphone oder Dein Tablet weg, aktiviere SOFORT den Flugmodus und schnappe dir Dein Buch.

5,4,3,2,1 und Go! Höre auf zu zweifeln und darüber nachzudenken, ob Du willst oder nicht, ob Du Lust hast, ob das Wetter, die Umstände, der Mondkalender oder was auch immer günstig stehen. Du hast Dir etwas vorgenommen und Du kannst Dich doch auf Dich verlassen, oder? Also:
5,4,3,2,1 und Go! Zweifler siegen nicht und Sieger zweifeln nicht.

TAM: Tägliche-Arbeits-Methodik

Von dem grossartigen und inspirierenden Bodo Schäfer, dem bekannten Money-Coach und Erfolgsautor, habe ich die „Tägliche Arbeits-Methodik“ (TAM) gelernt. Das Erfolgsgeheimnis dieser Methode steckt 1. in der Einfachheit und 2. in der Regelmässigkeit, mit der Du diszipliniert das tust, wozu Du Dich Dir selbst gegenüber VERPFLICHTET hast.
1. Täglich und diszipliniert: Nehmen wir einmal an, Du möchtest Dir ein eigenes Business aufbauen. Da Du noch einen Hauptberuf hast, stehen Dir am Anfang nur die Abendstunden und Wochenenden zur Verfügung um an Deinem Business zu arbeiten. Damit Du die Kontrolle über das TUN behältst, breche Deine Aufgaben in kleine, TÄGLICHE Schritte herunter. Wenn Du nämlich nur das grosse Ziel siehst, ein Modelabel aufzubauen, werden Dich die vor Dir liegenden Aufgaben schnell überrollen und Du wirst sehr wahrscheinlich nicht anfangen oder resigniert hinwerfen. Nimmst Du Dir aber vor, konsequent, jeden Tag 10 Dinge für Dein neues Business zu tun, 10 Schritte weiter zu gehen, wird das überschaubar und Du wirst die Disziplin für diese 10 Dinge leichter aufbringen. Denn es geht nur um 10 Dinge. Mehr nicht. Und MORGEN wieder nur 10 Dinge. Und ÜBERMORGEN wieder. Es geht darum diszipliniert jeden Tag 10 Dinge zu tun. Keine Ausreden! Bodo Schäfer hat hierfür ein tolles Beispiel mit 10 Bohnen gemacht: Stelle Dir vor, Du steckst Dir jeden Morgen 10 Bohnen in die linke Hosentasche und jedes mal, wenn Du eine der 10 täglichen Aufgabe erledigt hast, wechselt eine Bohne in die rechte Hosentasche. Wenn Du nun abends schlafen gehen möchtest und noch 4 Bohnen in der linken Tasche stecken, wird es spannend, wie diszipliniert Du bereit bist, an Deinem neuen Business zu arbeiten. Bist Du fokussiert auf Dein Ziel und erledigst noch die vier Aufgaben? Tust Du das, was Du Dir versprochen hast?

2. Verpflichte Dich: Du nimmst Dir vor, jeden Tag 10 Dinge für Dein neues Business zu tun. Lasse mal die drei folgende Sätze auf Dich wirken: a.) Ich möchte gerne jeden Tag 10 Dinge für mein neues Business tun, b.) Ich werde jeden Tag 10 Dinge für mein neues Business tun. c.) Ich verpflichte mich, täglich 10 Dinge für mein neues Business zu tun. Welcher Satz fühlt sich am kraftvollsten, am verbindlichsten an? Sei verbindlich, verpflichte Dich Dir selbst gegenüber. Damit und mit der Kraft der kleinen Schritte (nur 10 am Tag) wirst Du erreichen, was Du Dir wünschst.

ABER: Mit Disziplin beschränke ich doch meine Freiheit

Viele Menschen wollen sich aber bewusst nicht disziplinieren und wehren sich dagegen, weil sie der Meinung sind, Disziplin würde sie in Ihrer Freiheit beschränken.
Stimmt das wirklich?
Ja, für Disziplin, welche von aussen gefordert wird, mag das zutreffen, doch die Disziplin, welche Dich wirklich weiterbringt ist Selbstdisziplin. Selbst-Disziplin bedeutet sich auf selbst gewählte Ziele zu fokussieren und fokussieren bedeutet, sich für eine Sache zu entscheiden.

Alle erfolgreichen Menschen, haben das was sie erreicht haben, nur deshalb erreicht, weil sie sich verbindlich entschieden haben, sich fokussiert haben und drangeblieben sind, also diszipliniert ihre Aufgaben erledigt haben.

Doch ist das wirklich eine Einschränkung der Freiheit? Du entscheidest doch selbst, auf was Du Dich fokussieren willst, sofern Du die Entscheidung getroffen hast, was Du wirklich in Deinem Leben möchtest. Hier kommt wieder die KLARHEIT aus der magischen KSEDU-Formel ins Spiel. Erarbeite Dir KLARHEIT darüber, was DU wirklich willst, entwickle das notwendige Selbstvertrauen, treffe eine verbindliche Entscheidung ) und dann arbeite diszipliniert und fokussiert an diesem selbst gewählten Weg. Ohne Disziplin wirst Du Dein Ziel niemals erreichen.

Oder glaubst Du ernsthaft Spitzensportler haben immer Lust auf ihr Training? Glaubst Du Michael Schumacher, der jeden Morgen nach dem Aufstehen 400 Liegestützen gemacht hat, hatte da immer Lust drauf? Er hat es aber durchgezogen weil er sich dafür entschieden hatte, weil ER es wollte und mit dieser eisernen Disziplin wurde er 7-facher Formel 1 Weltmeister.
Disziplin ist die Freiheit, das zu tun, was Du willst, weil Du Dich dazu verpflichtet hast. Dir selbst gegenüber. Und nur mit Disziplin wirst Du das Leben erreichen, welches Du Dir erträumst, sofern Du Dich dazu entscheidest, aus dem Traum zu erwachen und etwas dafür zu tun. Es ist Deine Entscheidung für Deine Freiheit.

1000 mal Nein bis zum Erfolg

Abschliessend habe ich für Dich noch eine Geschichte aus der Anfangszeit meiner Selbständigkeit:
Mit 18 Jahren bin ich aus meinem sehr religiös geprägten Elternhaus mit all den strengen und einengenden Regeln ins über 500km entfernte Passau im tiefen Bayern „geflüchtet“. Ich kannte dort keine Menschenseele und fing damals bei einer gossen Versicherung an, als selbständiger Vermittler zu arbeiten. Leider bekam ich keine Kunden zugewiesen, sondern musste diese selbst finden. Damals durfte man noch Privatpersonen aus dem Telefonbuch anrufen und so begann meine Karriere mit mühsamem „Klinkenputzen“. Da ich jedoch keinerlei Verkaufs- oder Vertriebsausbildung hatte und die angerufenen auch nicht gerade auf mich gewartet haben, war das alles andere als erfolgreich und durch die vielen Ablehnungen sehr unangenehm.

Zu dieser Zeit las ich gerade ein Buch des grossartigen, kanadischen Motivationstrainers Brian Tracy, den ich noch heute sehr bewundere und verehre – ein grossartiger Autor, Trainer und Mensch. Brian hat hier die These aufgestellt, dass Du 1000 Neins kassieren musst um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und um erfolgreich zu werden. Er hat den Vorschlag gemacht, sich eine Liste auf Papier anzufertigen mit 1000 Neins. Für jedes nein, welches ich nun am Telefon kassierte, durfte ich ein NEIN von meiner Liste der 1000 Neins streichen und wenn alle NEIN’s gestrichen sind, sei ich erfolgreich. So der Plan.
Dies machte die vielen NEINs deutlich erträglicher, da sie ein kleiner Zwischenschritt auf meinem Weg zum Erfolg waren. Ich habe somit jedes Nein als einen weiteren Schritt zum Erfolg gesehen. Und es hat aufgrund meiner mangelnden Verkaufsfähigkeiten damals sage und schreibe über 800 Neins erfordert um überhaupt den ersten Termin zu bekommen. Über 800 mal NEIN. Wärst Du dran geblieben. Hättest Du die Disziplin aufgebracht, immer und immer wieder den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und den nächsten anzurufen?

Nur nebenbei zur Vervollständigung der Geschichte: Dieser erste Termin war leider nicht erfolgreich, da der Interessent total Pleite war. Aber er hat mich weiterempfohlen, da ihm meine Art und mein Beratungsgespräch gefallen hat. Eine dieser Empfehlungen führte damals zu meinem ersten Verkaufsabschluss und zu einer weiteren Reihe von Empfehlungen mit denen ich innerhalb von nur einem Jahr über 100.000 DM verdient habe. Wohlgemerkt nur aus den Empfehlungen dieses einen Kunden. Stelle Dir mal vor, ich hätte damals nicht diszipliniert weiter telefoniert, oder 10 Anrufe vorher aufgegeben.

Bleibe diszipliniert dran und Du wirst automatisch immer besser, je öfter Du etwas tust. Du stärkst Deinen Disziplinmuskel und gleichzeitig Dein Selbstvertrauen. Es lohnt sich immer mit Disziplin die Extrameile zu gehen. Und es ist die einzige Chance da anzukommen, wo Du hin willst!

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